Holland Blumen Mark besteht seit 1974 und feiert somit in 2009 sein 35jähriges Bestehen; genau am 19. September 2009. Wir möchten nun kurz auf die letzten 35 Jahre zurückblicken.
1974: Kees van der Velden gründete im September des Jahres 1974 Holland Blumen Mark. Die ersten beiden Geschäfte befinden sich in der Gudrunstrasse und am Praterstern. Kees selbst, drei holländische und drei österreichische Mitarbeiter verkaufen die Blumen und Pflanzen - das Selbstbedienungssystem wird eingeführt. Das HBM-Logo - die Windmühle - wird kreiert.
Kees arbeitet Tag und Nacht - baut so die Firma auf und expandiert. Sein Motto:"Jeder soll sich Blumen und Pflanzen leisten können" (Zitat). Kees kam 1974 eher zufällig nach Wien - er war der Sohn eines Fabrikarbeiters, hatte zunächst Wirtschaft studiert und sich nebenbei als Laufbursche in den Versteigerungshallen von Aalsmeer/Holland über Wasser gehalten. Auch als Fahrverkäufer verdingte er sich einen Monat lang. Danach ist er ein bisschen in der Welt herumgebummelt. "Ehe ich mich mit 23 Jahren entscheiden musste, etwas Vernünftiges zu tun" (Zitat Kees).
Erfolgversprechend erschien ihm damals der Handel mit Blumenzwiebeln. Gemeinsam mit seinem Bruder verkaufte er ab 1965 Blumenzwiebel, Knollen, Rhizomen an Gärtner in der BRD, der Schweiz, in Schweden sowie Norwegen. Der arbeitsbesessene Kees verbrachte acht Monate im Ausland und musste die übrige Zeit einen für ihn völlig unnötigen Urlaub machen, da ja in dieser Zeit die Zwiebel wieder heranreifen mussten. Aber das Geschäft lief recht munter dahin, bis es Ärger mit den Kunden gab. Kees: "Die haben uns zu Recht vorgeworfen, erst verkauft ihr uns die teuren Zwiebeln, und wenn dann das Produkt fertig ist, kommen die holländischen Exporteure mit Preisen, die weit darunter liegen". Kees reagierte sofort und gründete mit seinem Bruder die Firma Blumex - die es heute noch gibt. Von da an konnte es sich die Kundschaft aussuchen, ob sie Rohlinge oder die fertigen Stängel beziehen wollte. Der damals 30 jährige Kees ist damit groß im Geschäft. Bei den Versteigerungen in Aalsmeer kennt ihn bald jeder unter dem Spitznamen "Schneller Hase", weil er stets mit Instinkt und Geschäftssinn die besten Positionen aus dem fast unübersehbaren Angebot herausfischte.
1974 gab es dann allerdings Schwierigkeiten. Kees, der sich selbst für zu ungeduldig und eigenwillig hält, lässt alles liegen und stehen und geht ..... und zwar nach Wien.
Hier lernte der nunmehr 32jährige Kees einen Blumenfachmann kennen. Er und der Blumenhändler, Peter Batelka, träumten den Traum von einer bundesweiten, österreichischen Blumenhandelskette. Aus einer Partnerschaft wurde aber nichts, da Herr Batelka kurzfristig "fünf Minuten vor zwölf" (Zitat Kees) absagte. Kees gründete dann am 19. September 1974 die Firma alleine. Alles wurde mit Lieferantenkrediten finanziert. Doch nachdem Kees seine Zelte aufgeschlagen hatte, verweigerte ihm die Kammer zunächst den Gewerbeschein (wo war damals der Gedanke an ein Europa?). Als er den Gewerbeschein dann doch bekam, gab es gleich wieder Schwierigkeiten mit der Arbeitsbewilligung. Auch der Zoll saß ihm wieder im Nacken. Eines der ersten Dinge, die Kees in Österreich auffielen, waren die überhöhten Preise. Als Holländer, in dessen Land an jeder Ecke Blumen um wenig Geld zu haben waren, wurde er nachdenklich über die hohen Gewinnspannen, die in Österreich üblich waren, und änderte die Preissituation; sehr zum Ärger seiner Mitbewerber. Die Gründe für die explosionsartige Verbreitung der "Holland Blumen Mark Geschäfte" waren auf jeden Fall vielfältig. Der wichtigste Punkt war sicher die perfekte Organisation. Kees hat mit HBM vom Anbau über Export, Import, Großhandel und Detailvertrieb alles selbst in der Hand. Mit Holland, wo er im Sommer 95% und im Winter 80% seiner Ware bezieht, ist die Zentrale in Österreich (in Hagenbrunn) per Computerstandleitung direkt verbunden. So weiß das Einkaufsteam in Österreich stets innerhalb von Minuten, was zu welchem Preis in Holland an der Versteigerung zu kaufen ist, und sie können innerhalb von Sekunden entscheiden, ob sie bei einem Angebot zuschlagen oder nicht. Den Transport der Blumen und Grünpflanzen nach Österreich besorgen 5 firmeneigene Fernlastzüge, die die Frischware praktisch über Nacht nach Österreich bringen. Ein zweiter Punkt ist sicher der Preis.
"Unumstritten ist, dass Holland Blumen Mark Geschäfte auch bei Grünpflanzen viel billiger sind", so ein Kommentar eines Innungsmitgliedes. Durch das Selbstbedienungssystem kommt man österreichweit mit rund 500 Mitarbeitern aus. Schon vor etwa 13 Jahren hat "Holland Blumen Mark" ein Schulungszentrum mit Unterrichtsräumen für die "Anlernlinge" geschaffen. Jetzt findet die Schulung in den eigenen Filialen statt. Die Absolventen sind somit für den Blumenhandel gut ausgebildet. Wenn Kunden Beratung im Geschäft haben möchten, so ist dies jederzeit möglich. Ferner gibt es in allen Filialen von HBM Fachbücher zur freien Einsicht, aus welchen man sich informieren kann. Die Verkäuferinnen arbeiten bei "Holland Blumen Mark" bei vollem Lohnausgleich eine 36-Stunden-Woche, denn Kees wusste schon immer: "Die Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Teile eines Unternehmens und darauf muss man Rücksicht nehmen. Ohne die aus-gezeichnete Arbeit unserer Mitarbeiter hätten wir niemals das erreicht, was wir heute sind.
Schon zu unserem 30jährigen Jubiläum hatte "Holland Blumen Mark" an die 130 Detailgeschäfte in Österreich, 3 Großhandelsabholmärkte für Wiederverkäufer in Wien und Linz, 50 LKW's für die interne Verteilung der Blumen in Österreich, 5 Flüsterfernlastzüge, welche von Holland täglich die frische Ware bringen, ein computergesteuertes Einkaufssystem und vieles, vieles mehr.
Doch auch in den letzten Jahren war "Holland Blumen Mark" aktiv.
Das Sortiment in unseren Detailgeschäften wurde stark erweitert. Wir bieten auch sehr viel Keramik, Zusatzartikel wie Beistecker, Maschen, Seidenpapier sowie diverse Gestecke, lose Blumen, Bundware, Pflanzen und Freilandartikel.
In 1998 haben wir damit begonnen, aufgelassene Tankstellen als Detailgeschäfte zu erwerben "Blume statt Blech" - diesen Umweltgedanken in Verbindung mit unserem Verkaufssortiment finden wir sehr passend.
Mittlerweile haben wir insgesamt 15 Tankstellen übernommen und zu "Holland Blumen Mark Geschäften" ausgebaut, z.B. Alaudagasse in Wien 10, Villacherstrasse in Spittal/Drau, Ossiacherzeile in Villach, Rosentalerstrasse 226 in Klagenfurt, Speisingerstrasse in Wien 13, Horner Bundesstrasse in Stockerau usw.
Im Mai 2008 hat Kees seine Firma an einen OÖ Fonds verkauft.Holland Blumen Mark wurde seither modernisiert, nicht nur die Geschäfte werden sukzessive renoviert, auch das Sortiment wurde den Kundenansprüchen angepasst. Da nun nicht mehr die gesamte Ware aus Holland kommen muss, wurden neu Einkaufsquellen erschlossen und enue Artikel ins Sortiment aufgenommen.
Neue Standorte wurden gesucht und geöffnet ! 12 pro Jahr sollen neu geöffnet werden. HBM soll "cheap & chic" sein, was auch durch das neue Logo und bei neuen Geschäften durch den neuen Ladenbau zum Ausdruck kommen soll.
HBM soll der attraktivste Blumenhändler Europas werden - daher wird in Österreich ein Franchisesystem entwickelt, dass die Expansion noch schneller vorantreibt.
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