09.
Tomaten, Paprika, Pfefferoni
Tomaten
Stäbe und Stützen
Fast alle Tomaten brauchen eine Stütze zum Aufbinden. Gut eignen sich Spiralstäbe aus verzinktem Metall oder Bambusstäbe, je nach Wuchshöhe 1,5-2m hoch. Stecken Sie sie gleich beim Pflanzen knapp neben den jungen Tomaten fest in den Boden, und binden Sie später die wachsenden Stängel in Abständen von 20-30 cm locker an.
Wenn man drei oder vier Stäbe, ähnlich wie bei Stangenbohnen, oben wie Zeltpfos­ten zusammenbindet, erhält man eine besonders stabile Konstruktion. Außerdem sieht dieses „Tipi" hübsch aus, gerade wenn Sie die Tomaten im Ziergarten anpflanzen.
Buschtomaten Sorten wie 'Balkonstar', 'Patio' und 'Tiny Tim' wachsen niedrig, buschig und kompakt. Sie brauchen keine Stütze. Doch falls sich die Triebe unter dem Gewicht der Früchte zum Boden neigen, sollte man sie an kurzen Stäben aufbinden.
Wasservorräte
Tomaten brauchen viel und regelmäßig Wasser. Graben Sie für gleichmäßigen Nachschub rund um die Pflanzen einige kleine Blumentöpfe ein, die Sie täglich mit Wasser füllen. Durch das Abzugsloch versickert es langsam zu den Wurzeln. Sie können auch bei einer 2-1-Plastikflasche den Boden abschneiden und sie mit dem Hals nach unten als Wasserreservoir in die Erde stecken. Füllen Sie sie jeden Tag auf.
Tomaten brauchen während der Wachstumszeit regelmäßig Dünger. Sie können solche Wasserreservoire auch mit in Wasser gelöstem Flüssigdünger befüllen. Gute organische Dünger sind Brennnessel- oder Beinwelljauche (siehe S. 269) oder in Wasser gelöster Rinderdung.
Mulchen ist vorteilhaft
Aufgrund der nötigen weiten Pflanzabstände bleibt zwischen Tomaten viel freie Bodenfläche. Bedecken Sie diese mit Mulchmaterial wie Rasenschnitt, abgemähten Gründüngungspflanzen oder Rindenhumus, dem eine Handvoll Hornspäne beigemischt wird. Die Mulchschicht kann bis zu 5 cm dick sein. So wird das Keimen von Unkräutern unterdrückt und die Wasserverdunstung vermindert.
Tomaten in Mischkultur
Gute Tomatennachbarn sind Bohnen, Kohl, Lauch, Petersilie, Rettiche, Sellerie und Zwiebel.
Tomaten gedeihen schlecht neben Erbsen, Fenchel, Gurken und Roten Bete.
Pflanzen Sie Tagetes neben die Tomaten, das senkt den Befall mit der Weißen Fliege.
Geiztriebe entfernen
Kontrollieren Sie Ihre Tomatenpflanzen regelmäßig auf kleine Seitentriebe, die in den Blattachseln erscheinen. Wenn sich diese so genannten Geiztriebe entwickeln, verwendet die Tomate einen Großteil ihrer Kraft für die Bildung von Trieb- und Blattmasse und setzt weniger Früchte an. Brechen Sie diese Triebe frühzeitig aus. Diese Technik nennt man Ausgeizen.
Lassen Sie aber bei Buschtomaten die Achseltriebe stehen, denn an ihnen werden auch Früchte gebildet.
Paprika
Der richtige Topf
Die kleinen Paprikapflanzen brauchen beim ziehen in einem Kübel oder in einem Topf recht viel Platz. Man sollte deshalb einen recht großen Topf für die Pflanze wählen. Außerdem ist wichtig, dass der Kübel oder der Topf Löcher hat, damit eventuelle Staunässe abfließen kann. So bleibt die Erde immer gleichmäßig feucht und die Paprika steht in nicht zu nasser Erde.
Die Erde
Zum Auspflanzen eignet sich ganz normale Aussaaterde, die man in jedem Baumarkt oder Gartencenter bekommt. Wer mag, kann die Erde auch etwas düngen.
Abstützen
Wichtig ist, dass man den Pflanzen nach der Aussaat eine Möglichkeit gibt, sich abzustützen. Dafür reichen kleine Bambus- oder Holzstäbe, die man neben die Pflanzen steckt. Besonders, wenn die Paprika noch klein ist, benötigt sie eine Stütze. Aber auch, wenn sie schon größer geworden ist, kann ein Stab neben der Pflanze nicht schaden.
Das Gießen
Paprikapflanzen sind beim Gießen recht anspruchsvoll. Die Erde sollte immer feucht sein, aber trotzdem ist Staunässe unbedingt zu vermeiden. Im Sommer bedeutet das, dass man täglich gießen muss.
Pfefferonie
Pflege:
Die Peperoni benötigt viel Wärme und das über lange Zeit hinweg. Im Freien muss sie unbedingt einen sonnigen Standort haben, möglichst noch vor einer Mauer, die die Sonnenwärme zurückstrahlt. Sie ist eine anfällige Pflanze, die sehr gerne von saugenden Schadinsekten besucht wird. Außerdem sind sie anfällig auf verschiedene Blattkrankheiten und Pilzbefall. Im Handel gibt es entsprechende Mittel, mit denen man die verschiedenen Krankheiten behandeln kann.
Wissenswertes:
Bei Ausgrabungen in Mexiko stellte man fest, dass die Peperoni schon von den Azteken und Tolteken kultiviert wurde. Die kleinen Früchte sind extrem scharf. Es gibt sie in dunkelrot, orangerot und grün. In ihrer Heimat sind die Pflanzen gegen viele Krankheiten resistent, das hat man aber bei uns noch nicht in den Griff bekommen. Die Peperoni gehört zu den Nachtschattengewächsen. Unreife Früchte sollte man nicht essen, sie enthalten giftige Substanzen, die erst mit der Reife verschwinden. Die Peperoni ist größer als die Chili und die Chili ist etwas schärfer.

