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Tulpenplausch

Nov.
28.

Die Vielfalt des Klees

Vierblättrige Kleeblätter symbolisieren in unseren Breiten nicht zuletzt deshalb das Glück, weil es bereits eine glückliche Fügung ist, eines zu finden. Unser einheimischer Weißklee wie auch der Wiesenklee besitzen üblicherweise drei Blätter; ein vierblättriges Kleeblatt ist daher die große Ausnahme und quasi ein „genetischer Fehler“.

Der Glücksklee, der zuverlässig auf jedem Stängelchen vier Blätter trägt, ist ein Einwanderer aus Mexiko . Er gehört zu den Sauerkleegewächsen, trägt den botanischen Namen Oxalis deppei und ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze mit einer Wuchshöhe von etwa 20 Zentimetern.

Nicht allein die Anzahl der Blätter auch seine Blattfärbung unterscheidet ihn von den hier beheimateten Sauerkleearten. Und wie bei einem Südländer nicht anders zu erwarten, ist dieser Klee nicht winterhart .

Im Winter mag der Glücksklee einen hellen, kühlen Platz , der aber frostfrei sein muss. Licht kann er gar nicht genug bekommen, trockene Heizungsluft hingegen verträgt er nicht besonders gut. Eine andere Möglichkeit ist es, den Glücksklee nach Silvester eintrocknen zu lassen.

Dann bilden sich die Blätter zurück; die Knollen können kühl und trocken überwintert werden. Sobald kein Frost mehr droht, kann der Glücksklee in den Garten umziehen. Er bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort ohne stauende Nässe . Es bilden sich neue Blätter und Ende Juni beginnt der Glücksklee zu blühen.

Bis in den Herbst hinein erfreuen die zarten Blüten  deren Farben je nach Sorte von weiß über blassrosa bis purpurrot  variieren. Im Herbst wird entweder der  Wurzelstock mitsamt Nebensprossen ausgegraben und trocken überwintert oder Pflanzgefäße mit Glücksklee erhalten einen kühlen, hellen Platz für die Wintersaison.

Ob die kleinen Glückskleetöpfchen tatsächlich Glück bringen, sei dahingestellt. Allein die Idee, das Glück in kleinen Töpfen zu züchten, stimmt heiter. Und als Geschenk sind Glücksbringer immer willkommen . Anstelle des üblichen Schornsteinfegers lassen sich an Bildhaltern oder Holzstäben befestigte persönliche (Glück-)Wünsche in den Topf stecken.

Abgesehen davon eignen sich Töpfe und Schalen mit Glücksklee hervorragend zum Dekorieren . Ihr frisches Grün belebt die dunklen Wintermonate. Glücksklee kann zwischen anderen Zimmerpflanzen platziert werden, oder aber in ausgesuchten Gefäßen als Solitär wirken.

Besonders dekorativ  ist er in Kombination mit weiß und rot. Auch in kleinen Körben oder rustikalen Holzkästen macht er eine gute Figur.