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Tulpenplausch

Apr.
06.

Der Balkon, die Terrasse blüht

Der Frühling ist da, die Sonne scheint und somit startet endlich wieder die Garten-, Terrassen- und Balkonsaison. Bereits ausgetriebene Frühlingsboten können in Blumenkisten oder hübschen Schalen eingesetzt werden. Mit dem Einpflanzen der Sommerblumen sollten Sie jedoch noch die Eisheiligen (im Mai) abwarten.

Das Stiefmütterchen (Viola)

Stiefmütterchen sind hübsche Pflanzen, die eine Wuchshöhe von 15 bis 30 cm erreichen und zur Gattung der Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae) gehören. Sie sind auch bei uns heimisch und wachsen auf natürliche Weise im Wald und auf Wiesen. Das auffälligste Merkmal sind die typischen Blüten, die aus fünf Segmenten bestehen und an einem langen Stiel sitzen. Das unterste Blütenblatt ist das Kronblatt und besonders groß. Es wird von zwei weiteren, oft zweifärbigen Blütenblättern umrahmt. Oben befinden sich – etwas zurückgesetzt - zwei fast immer einfärbige Blütenblätter, die sich überlappen.
Viele Veilchen sind Frühjahrsblüher. Wenn man sie an ihrem Standort belässt, statt sie im Mai zu entsorgen, blühen sie bis in den Sommer hinein und vermehren sich zudem von selbst. Einige Arten (z.B. die bei uns nicht heimischen aber im Fachhandel erhältlichen Hornveilchen, Viola cornuta) blühen sogar das ganze Jahr über. Schier unbegrenzt erscheint einem die Farbenvielzahl, die aber immer auf die Grundfarben Weiß, Violett, Gelb und Blau in den unterschiedlichsten Tönen zurückgeht. Während die meisten Veilchen nicht oder kaum riechen, zeichnet sich das kleine, dunkelviolette Veilchen Viola odorata durch seinen angenehmen Duft aus.

Veilchen haben einen geringen Wasserverbrauch und sind als Ackerunkraut zudem recht robust, da sie sowohl regenreiche als auch trockene Perioden gut überstehen. Trotzdem ist es im Interesse der Blühzeit und des Wachstums des Veilchens, dass das Substrat stets leicht feucht gehalten wird.

Die meisten Veilchen bevorzugen den Halbschatten, vertragen nach einer angemessenen Gewöhnungsphase aber auch volle Sonnenbestrahlung.

 

Die Bellis

Das Tausendschön (auch Maßliebchen oder Bellis) ist mit dem allseits bekannten Gänseblümchen verwandt. Im Vergleich zu diesen besitzt das Tausendschön jedoch wesentlich größere und üppig gefüllte Blütenköpfe. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Farbmischungen. Der Wuchs der Bellis ist eher flach mit 10-20cm und die Blüten wachsen aus einer flachen Blattrosette. Die Jungpflanzen der Bellis werden Ende September oder im April ins Freie gesetzt. Dabei sollten 10-20cm Pflanzabstand eingehalten werden, damit die Pflanzen genügend Raum zum Entwickeln haben. Es können auch jederzeit bereits blühende Bellis verpflanzt werden. Zur Überwinterung sollte man das Tausendschön mit Reisig abdecken, damit es nicht erfriert. Bereits Verblühtes sollte entfernt werden. Bellis mögen es nicht zu trocken, daher ist auf gleichmäßige Feuchtigkeit zu achten.

 

Die Primel

 Primeln sind beliebte Frühjahrsblüher. Es gibt einige hundert Arten und zusätzlich unzählige Sorten und Kreuzungen. Das Farbspektrum der Blüten ist enorm. Gartenprimeln sind winterhart, einige Arten sind jedoch empfindlich und benötigen Winterschutz. Beliebte Gartenprimeln sind die Hohe Schlüsselblume, die Fliederprimel, die Kissenprimel, die Kugelprimel, die Etagen-Primel und viele andere. Die meisten Primeln eignen sich zum Verwildern. Sie sind anspruchslos und pflegeleicht. Man kann Primeln auch in der Wohnung kultivieren und sich so ein wenig Frühling in die eigenen vier Wände holen.
Die meisten Primeln mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In die pralle Mittagssonne sollte man sie aber nicht pflanzen. Primeln benötigen einen frischen, Feuchtigkeit speichernden und nährstoffreichen Boden. Primeln aus Gebirgslagen dagegen brauchen einen durchlässigeren Boden. Eine Drainageschicht, zum Beispiel aus Kies, macht sich bei ihnen gut. Wenn man Primeln pflanzt, sollte man viel Kompost einarbeiten. Primeln in Wohnräumen mögen einen hellen Platz und Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Stellt man sie ins warme Wohnzimmer, verblühen sie meist ziemlich schnell. So sollte man auch darauf achten, dass sie nicht in der prallen Sonne stehen. Um die Blüte lange zu erhalten, sollte man sie am besten an einen etwas kühleren Platz stellen. Primeln im Blumentopf müssen stets leicht feucht, aber nicht nass gehalten werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Nach der ersten Blüte pflanzt man sie in den Garten.